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„Aaah endlich mal wieder ein neues Spielzeug“ wird sich Momo wohl gedacht haben als wir vor kurzem ein Paket mit diesem knallgrünen Möppi* von Lucam Hundezubehör bekommen haben. Doch warum sieht das so komplett anders aus? Ganz einfach – weil es auch eine vollkommen andere Art ist damit zu spielen, als die meisten es kennen. Was es damit auf sich hat und warum interaktives Spielen so wichtig für die Beziehung zwischen Mensch und Hund ist, lest ihr hier!

Irgendwie ist es fest in uns Menschen verankert, dass wir denken, einem Hund etwas werfen zu müssen. Sei es ein Stöckchen oder ein Ball. Wenn man andere Hundebesitzer auf den Spaziergängen beobachtet, stellt man schnell fest, dass diese Wurfspiele sehr verbreitet sind. Wir haben zunächst auch so gedacht. Einem Hund wirft man nun mal einen Ball. Und Momo liebt es ja schließlich auch. Aber woher kommt es, dass wir glauben, unseren Hunden etwas werfen zu müssen? Sollten wir wirklich auf diese Weise mit unseren Hunden spielen? Und welche Alternative gibt es?

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Momo mit Zerrspielzeug „Möppi“ von Lucam Hundezubehör

Das Problem bei Apportierspielen

Das Problem bei Apportierspielen ist, dass die Kontrolle über das Spielzeug verloren geht, sobald man es geworfen hat. Bei Hunden, die das Spielzeug nicht zurückbringen, sondern nur in einiger Entfernung darauf herumbeißen, findet dann keine Interaktion mehr mit dem Herrchen oder Frauchen statt. Die Hunde belohnen sich selbst in einiger Entfernung vom Hundehalter durch das Hetzen und Fangen der „Beute“, also z.B. des Balles. Beginnt das Herrchen oder Frauchen dann noch auf den Hund zuzugehen, um ihm das Spielzeug wieder abzunehmen, wandeln viele Hunde das ursprüngliche Apportierspiel in ein Fang-Mich-Spiel um. Das Spiel steckt in einer Sackgasse.

Der Grund für die Belohnung bei Apportierspielen ist eine Hormonausschüttung, die durch das Hetzen und Fangen der „Beute“ ausgelöst wird. Verschiedene glücklich machende Substanzen, wie Dopamin und Adrenalin, werden im Körper des Hundes ausgeschüttet. Der Nachteil bei dieser Art des Spiels ist jedoch, dass Hunde die Belohnung extern, also fernab des Hundehalters erleben. Das erhöht nicht gerade die soziale Interaktion und die Bindung zum Hundehalter, sondern schult vielmehr das Gegenteil davon. Das Hetzen, Fangen und Herumkauen auf der „Beute“ ist für den Hund selbstbelohnend, da es nicht in Interaktion mit dem Hundehalter geschieht. Wir bringen unserem Hund folglich bei, dass er seine Belohnung bei Spaziergängen nicht unmittelbar bei uns, sondern fernab von uns beim Jagen eines Objekts findet. Auf diese Weise wird bei Hunden der Hetztrieb als Element des Jagdverhaltens gefördert und gefestigt. Der Hund lernt sich seinen Cocktail aus Glückshormonen beim Hetzen und Jagen selbst zu holen. Bei Spaziergängen ohne Leine, kann dieses erlernte Verhalten dann problematisch werden, sobald ein äußerer Reiz auf den Hund einwirkt.

Bei regelmäßigem Apportierspiel können sich manche Hunde dann zu regelrechten Balljunkies entwickeln. Das Hetzen der „Beute“ wird zur Sucht. Der Körper des Hundes gewöhnt sich an die Ausschüttung der Glückshormone und es entstehen Entzugserscheinungen sobald das Wurfspiel für einige Zeit ausbleibt. In der Folge geht es dem Hund nicht mehr darum, wer den Ball wirft, sondern nur, dass der Ball geworfen wird. Eine soziale Interaktion mit dem Hundebesitzer findet nicht mehr richtig statt. Der Mensch ist nur noch eine Art Ballwurfmaschine. Hunde beginnen dann in diesem Gefühlszustand der Aufregung Grenzen zu überschreiten, in dem sie durch Bellen und Anspringen versuchen das Werfen des Spielzeugs zu beschleunigen. Es empfiehlt sich daher das Apportierspielen nicht zu übertreiben, und wenn nur kontrolliert stattfinden lassen. Das heißt, einen Ball oder Stock werfen wird es bei uns auch weiterhin geben, nur haben wir unser „Spielen“ etwas erweitert und gestalten es zudem nun interaktiver.

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Zerrspiele als Alternative

Eine gute Alternative zu Apportierspielen sind Zerrspiele. Beim gemeinsamen Zerrspiel hat der Hund den Mensch fast die gesamte Zeit im Blick, während beide am Spielzeug ziehen. Auf diese Weise verknüpft der Hund den Anblick und die Stimme seines Besitzers mit all den positiven Emotionen, die er im Spiel erlebt. Der Unterschied zu Apportierspielen ist also, dass der Hund die Belohnung unmittelbar bei seinem Besitzer erfährt und mit ihm verknüpft, und nicht fernab des Besitzers. Spielt man in verschiedenen Umgebungen, zum Beispiel auf dem Spaziergang, erhöht sich dadurch auch die allgemeine Aufmerksamkeit des Hundes auf den Besitzer. Bei Spaziergängen ist die Aufmerksamkeit des Hundes dann also nicht mehr so sehr auf die Umgebung gerichtet, sondern mehr auf den Besitzer. Denn der Hund hat gelernt, dass die Belohnung beim Besitzer selbst stattfindet, und nicht bei Objekten in der Ferne.

Dank der Unterstützung in unserem Hundeverein ist uns nun auch die große Bedeutung von Zerrspielen bewusst, und wir erkennen die Möglichkeiten, die sich dadurch eröffnen. Jetzt brauchten wir natürlich noch ein geeignetes Zerrspielzeug. Doch welches ist das Richtige? In den vielen Zoofachgeschäften gibt es überwiegend nur Taue, Seilknoten oder ähnliches.

Momo bringt dieser Art von Spielzeugen allerdings keine große Begeisterung entgegen. Stattdessen liebt sie weiche Spielzeuge. Lucam Hundezubehör hat die verschiedensten Zerrspielzeuge im Angebot und so kamen wir in den Genuss eines von ihnen zu testen, das Möppi. Der Stoff ist angenehm weich und gleicht ein wenig dem eines Wischmopps. Zudem ist es in ganz verschiedenen Farbkombinationen erhältlich. Momo, die bei den klassischen Zerrspielzeugen generell sehr wählerisch ist, war von ihrem Möppi vom ersten Moment an hellauf begeistert und hat nun auch ihre Liebe zu Zerrspielen entdeckt. Besonders die weichen Fransen haben es ihr angetan. Dadurch ist das gemeinsame Zergeln heute ein wichtiger Bestandteil unserer Spaziergänge.

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Wer das Spielen mit dem Hund nun auch etwas interaktiver gestalten möchte und auf der Suche nach einem geeigneten Zerrspielzeug ist, sollte auf jeden Fall auf der Facebook-Page oder Website von Lucam Hundezubehör vorbei schauen. Dort könnt ihr euch neben Anregungen und Informationen gleich selbst einen Eindruck über alles verschaffen.

Alle Produkte entstehen dort in liebevoller Handarbeit und werden individuell aus hochwertigen Materialien gefertigt. Damit ist jedes auf seine Weise einzigartig! Bei Interesse oder Fragen könnt ihr Tanja von Lucam Hundezubehör ganz einfach bei Facebook eine Nachricht schicken.

 

*Testprodukt das mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt wurde //

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